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Gut ist ausreichend! Coaching Tipps gegen Burn-out

Für Sie zählt nur das perfekte Ergebnis? Vorher sind Sie nicht zufrieden? Weder mit Ihrer eigenen Leistung noch mit der der anderen? Dann leben Sie als Perfektionist sicher unter ständigem Druck. Um Fehler zu vermeiden, überarbeiten Sie ein Ergebnis lieber immer wieder, bevor sie sich mit 90 Prozent zufriedengeben. Auch wenn Sie die in der halben Zeit erreicht hätten. Im Job und auch im Privatleben hat Ihnen das den unguten Ruf des Erbsenzählers eingebracht. Der noch ständig übertrieben kritisiert.
Wahrscheinlich ist das für Sie alles richtig anstrengend. Und der Weg zur Erschöpfung, zur Verzweiflung, zum Burnout ist nicht weit.
Auch an diesem Verhaltensmuster sind die Antreiber schuld, sagen die Psychologen der TA = Transaktionsanalyse. Diese unbewussten Verhaltensmuster, mit denen wir versucht haben, Liebe und Aufmerksamkeit von den Eltern zu gewinnen und die auch heute noch wie eine Schablone unser Leben bestimmen.
Das Gute: wir können sie loswerden, diese Muster. Wir haben sie uns zugelegt, weil sie uns früher geholfen haben. Weil Sie uns Liebe gebracht haben. Etwa weil wir schon früh in der Kindheit Verantwortung übernehmen mussten. Weil wir gelernt haben, dass ein Indianer keinen Schmerz kennen darf und dass man sich im Leben alles gründlich erarbeiten muss. So hat der „Sei perfekt“-Antreiber einen ehrgeizigen und zielstrebigen Menschen aus uns gemacht. Der immer sein Bestes gibt. Chefs und Kollegen können sich bei uns darauf verlassen, dass wir wirklich das Beste aus allem rausholen.
Aber mit diesem hohen Anspruch quälen wir uns – und andere – auch ständig. Denn oft würden 90 Prozent schon ausreichen und wären viel schneller und einfacher zu erreichen.
Wenn wir die Antreiber abmildern wollen, sollten wir uns klar machen, dass wir sie heute nicht mehr brauchen. Denn heute können wir selbst entscheiden, welchen Mustern, welchen Antreibern, wir folgen möchten. Mit folgenden 3 Schritten und ein bisschen Übung kann es klappen!

Drei Schritte, um die Antreiber loszuwerden
1. Stimmen testen und kennenlernen
Wer seinen Antreiber genauer kennenlernen möchte: hier geht’s zum Antreiber-Test

Schauen Sie auf die Antreiber, bei denen Sie über 30 Punkte erreicht haben. Wenn Sie immer alles besonders gründlich machen möchten, egal wie lang das dauert, steckt wahrscheinlich der „Sei perfekt“ Antreiber dahinter. Sätze wie: „Das ist noch nicht gut genug, ich muss noch besser werden!!“ spuken ständig in Ihrem Kopf herum.

2. Stimme wahr- aber nicht immer ernstnehmen
Die Antreiber haben Ihnen bisher gute Dienste geleistet. Aber jetzt brauchen Sie sie nicht mehr, bzw. Sie wollen selbst entscheiden, wann Sie sie einsetzen wollen.
Wenn Sie bei sich den „Sei perfekt!“-Antreiber entdeckt haben, hat das natürlich auch seine positiven Seiten: Sie sind ehrgeizig, motiviert und einsatzbereit. Und darum werden Sie von Freunden und Kollegen geschätzt. Wenn Sie aber mal wieder nicht lockerlassen können, weil Sie immer noch nicht zufrieden sind, dann wird es anstrengend. Für Sie und für die anderen.

3. Erlauben und Üben
Machen Sie sich immer wieder klar: Es ist unmöglich, immer alles perfekt zu machen. Sie dürfen Fehler machen. Und aus ihnen lernen. Sie sind nicht darum wertvoll und liebenswert, weil Sie keine Fehler machen, sondern weil Sie so sind, wie Sie sind.
Versuchen Sie, die nächste Aufgabe ganz spontan, ohne Angst vor einem schlechten Ergebnis, anzugehen. Fehler bringen die Möglichkeit, aus ihnen zu lernen. Also fürchten Sie sich nicht davor. Verabschieden Sie sich vom Perfektionismus.

Sagen/Schreiben Sie mir, wie es Ihnen damit geht! Können Sie sich erlauben, Ihre Wünsche zu spüren?
Im November-Blog geht es um den Hektiker, der immer alles ganz schnell erledigen muss. Aus Angst, nicht fertig zu werden. Und wie der lernen kann, sich Zeit zu nehmen.

Ich freu mich auf Ihr Feedback.

Herzliche Grüße

Laura Burckhardt

 

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Berufliche Neuorientierung 40+ München


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Neuorientierung Beruf, Business Coaching München, Führungskräfte Coaching, Antreibertest, Persönlichkeitsentwicklung, Coaching Lebensmitte

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