Coaching für mehr Klarheit und Mut. Für neue berufliche Wege.
Wie Führungskräfte durch die Arbeit mit den Antreibern mehr Klarheit und Sicherheit gewinnen.
Innere Antreiber beeinflussen unser berufliches Handeln stärker, als uns meist bewusst ist. In einer vorherigen Beitrag habe ich mich mit dem Antreiber „Beeil dich“ beschäftigt, der häufig für Stress und Beschleunigung sorgt. Dieser Beitrag widmet sich einem Antreiber, der weniger offensichtlich ist, aber ebenso wirksam: „Mach’s recht“.
Er wirkt über Harmonie, Anpassung und Gefallenwollen – und kann Führungskräfte langfristig Klarheit kosten.Viele erfahrene Führungskräfte und Professionals beschreiben ihre Situation ähnlich: Sie sind leistungsfähig, engagiert, verlässlich. Sie übernehmen Verantwortung, halten Teams zusammen und haben ein gutes Gespür für ihr Umfeld.
Und trotzdem wächst innerlich ein Druck. Nicht laut. Nicht dramatisch. Sondern leise. Häufig steckt der innere Antreiber Mach’s recht dahinter. Lange Zeit war er hilfreich war – heute kostet er vor allem Kraft und Nerven.
Was bedeutet der Antreiber „Mach’s recht“?
Warum People-Pleasing Führungskräfte Klarheit kostet – und wie du ihn beruhigst
Viele erfahrene Führungskräfte und Professionals beschreiben ihre Situation ähnlich:
Sie sind leistungsfähig, engagiert, verlässlich. Sie übernehmen Verantwortung, halten Teams zusammen und haben ein gutes Gespür für ihr Umfeld.
Und trotzdem wächst innerlich ein Druck. Nicht laut. Nicht dramatisch. Sondern leise. Häufig steckt dahinter ein innerer Antreiber, der lange Zeit hilfreich war –
und heute mehr kostet, als er bringt: der Antreiber „Mach’s recht“.
Was bedeutet der Antreiber „Mach’s recht“?
Der Antreiber „Mach’s recht“ ist eine innere Haltung, die stark auf Harmonie, Zustimmung und Zugehörigkeit ausgerichtet ist. Menschen mit diesem Antreiber wollen Erwartungen erfüllen, Konflikte vermeiden und es anderen möglichst angenehm machen.
Im Berufsleben zeigt sich das zum Beispiel durch:
- schnelles Ja-Sagen
- hohes Einfühlungsvermögen
- große Hilfsbereitschaft
- den Wunsch, niemanden zu enttäuschen
Das sind auf den ersten Blick wertvolle Eigenschaften.
Und oft sind sie genau der Grund, warum Menschen mit diesem Antreiber beruflich weit gekommen sind. Problematisch wird es, wenn der Antreiber unbewusst die Führung übernimmt.
Wie sich „Mach’s recht“ im Führungsalltag zeigt
Der Antreiber wirkt selten als offener Stress.
Er zeigt sich subtil – und gerade deshalb so wirkungsvoll.
Typische Muster sind:
- Entscheidungen werden vertagt, um niemanden vor den Kopf zu stoßen
- eigene Positionen bleiben vage
- klare Grenzen werden nicht gesetzt
- Erwartungen anderer wiegen schwerer als die eigene Einschätzung
Nach außen wirkt das oft kooperativ und verbindlich. Nach innen entsteht jedoch Spannung.
Viele Betroffene berichten von:
- innerer Unzufriedenheit
- dem Gefühl, nicht ganz authentisch zu handeln
- zunehmender Erschöpfung
- fehlender Klarheit über die eigene Rolle
Der versteckte Preis von People-Pleasing
Der Antreiber „Mach’s recht“ meint es gut. Er will Sicherheit, Zugehörigkeit und Anerkennung.
Doch langfristig kann er:
- Führung schwächen
- Entscheidungsprozesse verlangsamen
- die eigene Sichtbarkeit reduzieren
- innere Distanz zum eigenen Tun erzeugen
Manchmal entsteht sogar der Eindruck, ausgenutzt zu werden – nicht, weil andere bewusst manipulieren, sondern weil keine klaren Grenzen gesetzt werden.
Warum dieser Antreiber unter Druck besonders stark wird
Gerade in Stresssituationen, bei hoher Verantwortung oder in Veränderungsphasen meldet sich „Mach’s recht“ besonders intensiv. Denn in unsicheren Momenten sucht unser inneres System nach Stabilität. Harmonie erscheint dann als sichere Lösung. Das Problem: Führung erfordert in solchen Momenten nicht Harmonie, sondern Klarheit.
Den Antreiber „Mach’s recht“ beruhigen – eine wirksame Reihenfolge
Der Antreiber verschwindet nicht. Aber er lässt sich bewusst steuern. In meiner Coaching-Arbeit hat sich folgende Reihenfolge bewährt:
1. Bewusst machen
Erkenne, wann der Antreiber aktiv ist.
Zum Beispiel, wenn du merkst: Ich sage Ja, obwohl ich Nein denke.
2. Hinterfragen
Frage dich bewusst:
Hat dieser Antreiber heute noch recht?
Oder darf ich – mit meiner Erfahrung und Verantwortung – selbst entscheiden?
3. Eine passende Erlaubnis formulieren
Erlaubnisse wirken wie ein innerer Gegengewicht.
Zum Beispiel:
- Ich darf Erwartungen enttäuschen.
- Ich darf klar positioniert sein.
- Ich darf Nein sagen, ohne Beziehungen zu gefährden.
Diese Erlaubnisse sind keine Ausreden.
Sie sind bewusste Entscheidungen.
Führung beginnt bei der Selbstführung
Der Antreiber „Mach’s recht“ ist kein Fehler. Er ist Teil deiner Geschichte. Doch gute Führung – insbesondere Selbstführung – bedeutet, nicht automatisch zu reagieren, sondern bewusst zu wählen.
Wer lernt, diesen Antreiber zu erkennen und zu beruhigen:
- trifft klarere Entscheidungen
- gewinnt innere Ruhe
- wird in seiner Rolle sichtbarer und wirksamer
Fazit: Klarheit schlägt Gefallenwollen
Harmonie ist wertvoll. Aber nicht um den Preis der eigenen Klarheit.
Der Antreiber „Mach’s recht“ verliert an Macht, wenn du dir erlaubst, dich selbst ernst zu nehmen.
Nicht gegen andere. Sondern für dich.
Möchtest du den Antreiber „Mach’s recht“ bei dir reflektieren?
In meinen Coachings begleite ich Führungskräfte und Professionals dabei, innere Antreiber zu erkennen und bewusst zu steuern – für mehr Klarheit, Wirksamkeit und innere Ruhe.
👉 Starte am besten gleich mit dem Test.
Antreiber-Test
