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Krisenmanagement von Spitzensportlern lernen

Suchen Sie auch nach Klarheit und Perspektiven in diesen schwierigen Zeiten? Wünschen Sie sich Mut und Kraft, um mit Zuversicht nach vorn zu schauen? Dann helfen Ihnen bestimmt die mentalen Trainings-Methoden, mit denen es Spitzensportlern immer wieder gelingt, sich aus Krisen hervor zu kämpfen. 

Die gute Botschaft vorweg: die Fähigkeit, wieder aufzustehen – also die Resilienz –lässt sich trainieren. 

Als ich als eine der ersten Mountainbikerinnen Anfang der 90er Jahre von Worldcup zu Worldcup tingelte und für die Teilnahme an den Olympischen Spielen von Atlanta trainierte, war das fester Teil meines Trainingsplans: „Mentales Training“, so stand es gleichwertig neben Kraft-, Ausdauer- oder Fahrtechnik-Einheiten. Und heute in meinen Coachings ist es ebenso fester Bestandteil, um meinen Klienten dabei zu helfen, gestärkt aus Krisen hervorzugehen. Wir erarbeiten dabei, genau wie die Spitzensportler, drei Schritte:

1. Die Ziele definieren und die Wege dorthin, also den Trainingsplan bzw. die Strategie. So entstehen Klarheit, Motivation und Perspektiven und die Energie kann mit voller Power und gezielt eingesetzt werden.

2. Die eigenen Stärken bewusst machen, um sie jederzeit abrufbar zu haben und sich darauf verlassen zu können. Gleichzeit wird das Entwicklungspotenzial, oder, negativ ausgedrückt, die Schwächen analysiert und ein Trainingsplan dafür entworfen.

3. Die Projekte aus der Vergangenheit analysieren und den eigenen Anteil an Erfolgen beschreiben. Das stärkt das Selbstbewusstsein und macht Mut für die nächsten Schritte. 

In diesem Blog zeige ich Ihnen, wie das mit den Zielen funktioniert:

  1. Ziele definieren und Strategien entwickeln

Leitlinien für meinen Trainingsplan waren die Wettkampftermine, also Deutsche Meisterschaften, EM und WM. Dabei lag der Fokus auf der Frage: Was will ich in diesem Jahr, was in drei, was in fünf Jahren (Aufnahme in den Olympiakader und die Teilnahme an Olympia) erreichen. 

Und genau das hilft auch in privaten und beruflichen Krisen, nämlich ein klares Bild von den eigenen Zielen zu haben. Es hilft, auf Kurs zu bleiben. Und es vermittelt Motivation und Energie, voranzuschreiten. Denn nur wenn Sie wissen, was Sie erreichen möchten, können Sie auch dorthin gelangen. Egal, was zwischendrin passiert, egal, welche Krise auftaucht. Ihr Ziel ist und bleibt klar definiert. Das klingt simpel – und das ist es auch. Was vielen allerdings schwerfällt, ist der erste Schritt. Sich also wirklich Gedanken über die eigenen Ziele zu machen. Und konkrete Fragen zu beantworten: Was will ich erreichen? Woran erkenne ich, dass ich am Ziel bin? 

So geht das mit den Zielen: 

Nehmen Sie sich Zeit und notieren Sie, was Sie in fünf Jahren erreichen wollen. Wo wollen Sie wirklich hin, was ist Ihr persönliches Ziel? Wo wollen Sie in drei Jahren sein, wo in einem? Und was wollen Sie kurzfristig, in einem Monat erreichen? Am besten tauschen Sie sich dazu mit einem/r Freund/in aus und erzählen ihm oder ihr von den Zielen und wie Sie die erreichen wollen. Damit haben Sie dem Ganzen schon gleich eine wirksame Verbindlichkeit gegeben.  

Die nächsten Fragen lauten: Was gilt es dafür zu tun? Was fehlt noch? Was muss gelernt, was trainiert werden? Wer und was kann Ihnen dabei helfen? Wenn Sie sich diesen Fragen stellen, haben Sie schon einen klaren Maßnahmenplan. Und das fühlt sich meist richtig gut an.

Überprüfen Sie regelmäßig, z.B. einmal im Monat, wo Sie in Bezug auf Ihre Ziele stehen. Wie weit sind Sie schon? Was fehlt noch? Und was haben Sie schon alles geschafft? 

Auch das ist ein wichtiger Schritt: die Erfolge wahrzunehmen, sich kurz zur Seite zu nehmen, um die eigenen Erfolge zu feiern und stolz und zufrieden mit der Leistung zu sein. Die meisten Menschen überspringen diesen wertvollen Schritt und peilen gleich schon das nächste Ziel an. Das ist nicht nur anstrengend, sondern auch unbefriedigend und endet meist im Stress oder gar Burnout. Außerdem übersehen sie dabei, dass sie schon wertvolles erreicht haben. 

Erfolgsrezept für Zielfokussierung

Das Erfolgsrezept heißt also: erreichbare Ziele definieren. Am besten ein großes Ziel und mehrere kleine Zwischenziele. Und die Fortschritte zu überprüfen. Ist ein Ziel erreicht, darf und soll sogar gefeiert werden. Bevor es dann weiter geht zum nächsten Ziel.  So lassen sich auch große und kleine Krisen überstehen. 

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Energie und Gesundheit!

Mein Training als Mountainbikerin der Deutschen Nationalmannschaft

Ich habe Veränderung wirklich trainiert. Als Mountainbike-Profi. Bis zu acht Stunden pro Tag, sechs Mal pro Woche! Viele Jahre bin ich über die anspruchsvollsten Trails und Rennstrecken der Welt gerast. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig klare Ziele sind, wie wertvoll der Trainingsplan, der Weg dorthin. Das Durchhalten, das Über-die-Grenzen-Gehen und das immer wieder Aufstehen. Als ich 1996 als deutsche Vizemeisterin mit internationalen Top-Ten Platzierungen nur knapp das Olympia-Ticket verpasste, war die Verzweiflung groß! Aber, ich hatte ja gelernt, schnell wieder aufzustehen. Und ich ergriff die Chance, in die aufregende Kommunikations- und Berater-Branche einzutauchen. Mit voller Energie, mit klarem Fokus auf meine Ziele. Und mit einer großen Portion Leidenschaft für geistige und körperliche Bewegung.  

Im nächsten Blog geht es um die eigenen Stärken und wie wir sie uns bewusst machen können. 

Suchbegriffe in diesem Beitrag: Krisen-Coaching, Coaching für neue Wege, Coaching Veränderung München

SiegelTA_Beraterin

Laura Burckhardt, TA-Beraterin (DGTA)
Aberlestr. 18
81371 München
M +49 (0) 0171 8351322