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Burnout Schutz in 3 Schritten – Business Coaching Blog München

Gefühle zeigen? Von wegen! Zusammenreißen und die Heldin oder den Helden spielen, lautet Ihre Devise. Aber, mal ehrlich: Ist das nicht furchtbar anstrengend? Und hat Ihnen das nicht schon mehr Feinde als Freunde beschert? Denn dadurch wirken Sie arrogant und unnahbar, obwohl Sie so gern anders wären.

Das Gute: Es lässt sich lernen. Gefühle zeigen, Schwächen zulassen, um Unterstützung bitten: das ist gar nicht mal so schwer. Selbst wenn man auf dem Gebiet ein echter Anfänger ist.
Einen besonders pragmatischen und wirksamen Weg kennen die Psychologen der TA – Transaktionsanalyse. Ihnen geht es darum, diese lästigen, inneren Stimmen, die Antreiber, zu erkunden und zu beruhigen. Die nämlich sind dafür verantwortlich, dass Sie sich ständig zu Höchstleistungen angetrieben fühlen, dass Sie keine Grenzen ziehen wollen oder können, dass Sie immer mehr als 100 Prozent geben müssen, und dass Sie zuerst an die anderen denken und die Fehler nur bei sich suchen.

Antreiber bestimmen unser Denken, Fühlen und Handeln
Auch wenn wir unsere Muster schon kennen, auch wenn wir uns noch so fest vornehmen, beim nächsten Mal anders zu handeln – diese Antreiber bestimmen wie eine Schablone unser Denken, Fühlen und Handeln. Gerade in Stress-Situationen setzen sie uns besonders unter Druck. Bis zum Burnout, bis zum Zusammenbruch.
Dahinter stecken unbewusste Verhaltensmuster, die wir schon früh im Kindesalter entwickelt haben, um auf die Erwartungen unserer Eltern zu reagieren. Wenn wir oft Sätze gehört haben wie: „Du darfst keine Gefühle zeigen, beiß die Zähne zusammen!“ oder „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ „Das musst du allein schaffen!“ haben wir für uns den „Sei stark!“ Antreiber verankert und gelernt, hart zu kämpfen, keine Gefühle, keine Schmerzen zu spüren. Mit dem Ziel, Liebe und Aufmerksamkeit von unseren Eltern oder Bezugspersonen zu bekommen. Und diesen Mustern folgen wir auch heute noch.

Fünf Antreiber bestimmen alle unsere Verhaltensmuster
Insgesamt unterscheidet die TA fünf verschiedene Antreiber, die für die unterschiedlichsten Verhaltensmuster verantwortlich sind: Neben dem Sei stark gibt es noch den Mach’s allen recht, Streng‘ Dich an, Sei perfekt und den Beeil Dich Antreiber. Wir tragen sie in unterschiedlichen Ausprägungen in uns. Bis zu einem gewissen Grad tun sie uns gut, fördern unsern Ehrgeiz, unsere Empathie, unsere Stärken. Aber sind sie zu stark ausgeprägt, können sie uns nicht nur richtig nerven, sondern auch schaden und unsere Gesundheit gefährden.
Heute als Erwachsene brauchen wir diese Antreiber nicht mehr! Denn wir können und wollen selbst entscheiden, mit wieviel Energie wir lospowern, wann wir lieber um Hilfe bitten und wann wir ganz klar Nein sagen. Mit ein bisschen Übung lassen sich diese Antreiber wirklich zähmen. Und für unser tägliches Denken, Fühlen und Handeln verankern.

Drei Schritte, um die Stimmen im Kopf zu zähmen
1. Stimmen kennenlernen
Mit diesem Test können Sie Ihre inneren Stimmen kennenlernen. Und positiv für sich nutzen und auch zähmen.
Antreiber-Test

2. Stimme wahr- aber nicht immer ernstnehmen
Die Antreiber haben Ihnen bisher gute Dienste geleistet. Aber jetzt brauchen Sie sie nicht mehr, bzw. Sie wollen selbst entscheiden, wann Sie sie einsetzen wollen.
Genießen Sie Ihre Stärken!
Wenn Sie bei sich den „Sei stark“-Antreiber entdeckt haben, sind Sie ehrgeizig und können zupacken. Ihnen ist keine Aufgabe zu groß, damit sind Sie im Beruf bestimmt sehr gefragt.

Und: Beachten Sie Ihre Schwächen
Aber innerlich sind Sie schon völlig ausgepowert? Und fühlen sich leer und missverstanden, denn Ihren weichen Kern unter der harten Schale hat noch niemand entdeckt.

3. Üben und Erlauben
Machen Sie sich klar: Sie dürfen Gefühle zeigen, das ist heute sogar im Top-Management ein Zeichen der Stärke. Und: Sie dürfen Hilfe holen und annehmen. Probieren Sie es aus! Wie fühlt sich das an?
Der nächste Schritt: Schauen Sie auf Ihre Beziehungen. Zeigen Sie Ihren Kollegen und Freunden mehr von Ihrer menschlichen Seite. Öffnen Sie sich Menschen gegenüber, denen Sie vertrauen. Entdecken Sie Ihren Wunsch, Nähe und Unterstützung zu spüren. Und: Profitieren Sie von Ihrer Stärke und setzen sich für andere ein.

Wenn Sie diese Schritte im Alltag immer wieder anwenden, werden Sie bald schon Erleichterung empfinden.

Von der Profi-Mountainbikerin zur entspannten Outdoor-Genießerin
Als ehemalige Profi-Mountainbikerin hatte ich verlernt, diese wunderbare Reise auf Stollenreifen durch die Natur auch genießen zu können. Geschafft habe ich es über das Besänftigen der zwei Antreibern„Sei stark“ und „Sei perfekt“. Sie haben mich damals auf viele Siegertreppchen gebracht, heute zieht’s mich auf die gemütliche Berghütte zum Genuss-Weizenbier.

 

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Laura Burckhardt
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